Kulturprofil Rüsselsheim
Protokolle der Gespräche mit den Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung
Kurzprotokoll zum Gespräch mit Bündnis 90/Grüne am 1.12.2006
Teilnehmende:
Frau Rohark, Herr Friedrich, Fraktion die Grünen
Herr Prof. Dr. Dieter Haselbach; ICG Culturplan
Frau Iris Bergmiller, Eigenbetrieb Bildung und Kultur
Themenbereiche
1. Welches kulturpolitische Profil soll Rüsselsheim nach außen haben?
2. Welches kulturpolitische Profil soll Rüsselsheim nach innen haben?
3. Welche Stellung hat Rüsselsheim innerhalb der Kultur Region Rhein/Main?
Zu 1.:
Rüsselsheim hat das Problem und gleichzeitig die Stärke, dass es sich von einem Dorf zu einem Industriestandort, zu der sechst größten Stadt in Hessen entwickelt hat. Opel und die Stadt sind derzeitig in einem großen Umbau. Sie entwickeln sich von einer Industrie- zur Dienstleistungsstadt. In Rüsselsheim sind viele Dienstleistungsbetriebe für die Automobilindustrie angesiedelt. Weitere Autofirmen sind Mitsubishi und Hyundai.
Kultur muss sich um das Profil der Automobilstadt gruppieren. Rüsselsheim ist eine Auto- eine Industriestadt, eine lebendige Stadt und keine museale.
Neue Berufsfelder bilden sich im Bereich von IT und Ingenieurwesen heraus. Kultur hat die Aufgabe diese Prozesse zu begleiten.
Rüsselsheim wird in der Region als kultureller Ort wahrgenommen.
Wichtig ist die Verbindung von Bildung und Kultur.
Alleinstellungsmerkmale in der Stadt sind: Industriestadt (mit z. B, den Racing Days), Migrationsstadt, Neue Heimat für Viele. Jazzstadt im Rhein-Main Gebiet.
Zu 2.:
Die Stadt hat einen hohen Migrantenanteil. Dieser Schatz der „Vielfalt als Chance“ ist noch nicht gehoben.
Der Slogan für Rüsselsheim müsste heißen: Alle Migranten sind Rüsselsheimer.
Die Kultur sollte sich verstärkt an Jugendliche richten. Netzwerkbildung zwischen Theater, Schule, Jugendhäuser und Vereinen.
Kultur soll das innerstädtische Leben weiterentwickeln. Dafür müssten Investitionen getätigt werden, z. B. durch eine Neuansiedlung von vhs, Stadtbücherei und Musikschule.
Die Fachhochschule sollte stärker in die Stadt integriert werden.
Die städtische Kultur soll avantgardistische Kultur beinhalten, ebenso wichtiger Bestandteil ist das Rind. HipHop Gruppen, ethnische Tanzgruppen sollten stärker mit der städtischen Kultur vernetzt werden.
Leuchttürme sind die Jazzfabrik und das Stadttheater. Das Stadttheater sollte stärker als Hinterbühne genutzt werden, vor allem jungen Leuten und experimenteller Kultur offen stehen.
Ungenügendes Kinoangebot im Kulturwirtschaftsbereich.
Zu 3) Der Ballungsraumvernetzung wird zugestimmt, wenn die Stadt nicht einverleibt wird. Rüsselsheim ist kein Vorort von Frankfurt. Ein Regionalparlament könnte über die Kultur im Rhein/Main Gebiet entscheiden.
Rüsselsheim sollte seine Identität als Industriestadt einbringen. Im Rhein/Main Gebiet gibt es außerdem die vier Residenzstädte Darmstadt, Mainz, Wiesbaden und Aschaffenburg, sowie die Bürgerstadt Frankfurt.
Iris Bergmiller
Kontakt
Karin Krömer
Am Treff 1, 65428 Rüsselsheim
Telefon: 06142 832779
k.kroemer@kultur123ruesselsheim.de